Ostereier und Osterhasen – doch was hat das mit Ostern zu tun?

 

Ostern

Jeder kennt es – der Frühling rückt näher und somit auch die Osterzeit. In vielen Geschäften gibt es bereits schon ein bis zwei Monate vor Osterbeginn bunt bemalte Eier, Schokoladen-Hasen und Oster-Zubehör. Diese Dinge sind kaum noch wegzudenken – doch wie kommt dieser Trend genau zustande? MySugardaddy klärt auf!

Es gibt unterschiedliche Erklärungen dafür, wie das Langohr mit seinen Ostereiern auf einmal aufgetaucht ist.

Dabei liegen einige Ansätze sehr weit in der Zeit zurück und jede Geschichte ist interessanter als die andere. Doch überzeugt euch selbst!

Osterhasen und Ostereier als Symbole der Fruchtbarkeit

Der Hase ist bekannt für seine Fruchtbarkeit – die Häsin kann bis zu zwanzig Junge im Jahr gebären. So wurde der Hase zusammen mit einem Ei in der Osterzeit u.a. auf Spekulatius abgebildet, da das Ei ebenfalls ein Zeichen der Lebensfülle und Fruchtbarkeit war.

Darüber hinaus war der Hase in Byzanz in Bezug auf die Tiersymbolik ein Symbol für Jesus Christus. Sogar in der Mythologie existiert der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, sind dem Hasen als heiliges Tier zugeordnet worden. Überlieferungen besagen, dass die alten Germanen der Frühlingsgöttin Ostara, die ersten Märzhasen zusammen mit bunt bemalten Eiern opferten.

Osterhasen    Osterhasen

Die Ostereier und ihre Farben

Doch nicht nur die Germanen bemalten für gewisse Bräuche Eier. Auch im ersten Jahrhundert n. Chr. wurden zu Osterzeiten Eier bemalt. Diese existierten jedoch nur in der Farbe Rot, da die Farbe dem auferstandenen Jesus  gewidmet war und das durch ihn vergossene Blut symbolisierte. Daher tragen die an Ostern angefertigten Eier auch den Namen „Ostereier“. Ab dem 12. Jahrhundert wurden die Ostereier auch in anderen Farben verziert, welche sogar mit der Zeit detailreiche und atemberaubende Motive erhielten.

Ebenso besteht eine Verbindung bei der Terminierung des Osterfestes zum Hasen. Der Hase gilt nämlich als Mondtier, da das Osterfest am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert wird.

 

Ostereier

Die versteckten Ostereier

Eine andere Geschichte kommt durch einen Heidelberger Arzt zustande, welche er in seiner wissenschaftlichen Arbeit „De ovis paschalibus – Von Oster-Eyern“ 1682 publik machte. Darin heißt es, dass ihm zufolge der Brauch, Eier an Ostern zu verstecken, im Elsass, in der Pfalz, sowie am Oberrhein entstanden sei.

Dort sollen Erwachsene den Osterhasen erfunden haben, um den Kindern zu erklären, wie die Eier in die Nester kommen. Der Hase sei ja eindeutig flinker als die Henne, somit sei er beim Verstecken der Ostereier auch nicht zu sehen oder gar zu fassen.

Ebenfalls schreibt der Medizinprofessor Georg Franck zu Franckenau in seiner Arbeit, dass der Hase die Ostereier sogar ausbrütet und deshalb sogar auch „Haseneier“ genannt werden.  Alles in allem hört sich dies nach einer schönen Geschichte an, die für die Kinder liebenswert zusammengefügt wurde.

Bezahlung mit Ostereiern und Osterhasen?

Eine letzte Geschichte auf die noch eingegangen werden sollte, ist die des Gründonnerstages. Diese Geschichte ist so gut wie auf der ganzen Welt bekannt. Im Mittelalter war der Gründonnerstag nämlich Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Die Bauern mussten ihren sogenannten Bodenzins an die Grundherren abführen. Überliefert ist, dass die Schuldner u.a. mit Lebensmitteln zahlten und das gerne auch mit Eiern und Hasen. Außerdem wurde der Schuldner bei Begleichung der Schulden als ein „freier Mann“ dargestellt, welcher mit einem Hasen verglichen wurde. Dieser wurde dann dementsprechend nicht mehr von einem Hund gehetzt.

Wie haben euch die Geschichten gefallen und welche Geschichte war für euch die Beste? Wir wünschen euch auf jeden Fall frohe Ostern und dass ihr wie immer gesund bleibt!

By Daniele Zedda • 18 February

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By Daniele Zedda • 18 February

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